
In Kastel sind Fuß und Radwege in der Eleonorenanlage sowie entlang der Wiesbadener Straße erneuert und erweitert worden. Die neue Verbindung führt direkt an das Rheinufer und soll die Erreichbarkeit der Rheinpromenade für Alltagswege und Freizeit verbessern. Umsetzung und Finanzierung erfolgten durch den Investor Lyson im Rahmen der Quartiersentwicklung Helling Höfe.
Neue Wege und Anbindung an das Rheinufer
Der runderneuerte Radweg verläuft durch die angrenzende Parkanlage und knüpft an bestehende Wegeverbindungen wie den Leinpfad und die Regionalparkroute an. Mit der geplanten Radspindel an der Kaiserbrücke wird das Netz weiter ergänzt. Entlang der Strecke wurde besonderer Wert auf Zugänglichkeit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende gelegt.
Als markanter Punkt auf der Strecke gilt der Spiel und Balancierpark An der Helling. Der Park wurde auf dem ehemaligen Ruthof Werft Areal angelegt und bietet Flächen für Bewegung, Begegnung und Erholung. Die Anlage ist Teil der städtebaulichen Aufwertung, zu der der Investor auch im Rahmen der Wiesbadener Sozialgerechten Bodennutzung beigetragen hat.
Finanzierung und Ausführung
Die Kosten für den Radweg im Park einschließlich Wiederherstellung und Pflege angrenzender Flächen belaufen sich auf rund 95.000 Euro. Für die öffentlichen Geh und Radwege in den Bereichen An der Helling, Eleonorenstraße und Wiesbadener Straße werden Kosten in Höhe von rund 400.000 Euro genannt. Die Begrünung im öffentlichen Raum einschließlich Vorbereitung der Baumstandorte kostet nach Angaben der Beteiligten rund 50.000 Euro. Diese Aufwendungen wurden vollständig vom Bauherrn Lyson übernommen.
Die Ausführung der Begrünungsarbeiten übernahm das in Wiesbaden ansässige Garten und Landschaftsbauunternehmen Gramenz. Nach Darstellung der Stadt hat die Umsetzung in enger Abstimmung zwischen Kommune und Investor stattgefunden, wodurch zusätzliche Belastungen des städtischen Haushalts vermieden worden seien.
Bedeutung für das Quartier
Die Quartiersentwicklung Helling Höfe entstand auf einem ehemaligen Gewerbegebiet. Sie umfasst nach Angaben der Beteiligten 177 Mietwohnungen sowie Handelsflächen für die Nahversorgung und ergänzende Arztpraxen. Die neuen Wege und die Aufwertung des öffentlichen Raums sollen die Infrastruktur für den Alltag und die Freizeit verbessern und gelten als Impulsgeber für die weitere Entwicklung des Kasteler Westens.

