Heidenmauer in Wiesbaden: Befestigungsanlage oder Teil der römischen Wasserversorgung

Heidenmauer in Wiesbaden: Befestigungsanlage oder Teil der römischen Wasserversorgung
Heidenmauer in Wiesbaden: Befestigungsanlage oder Teil der römischen Wasserversorgung | Bild: Wilhelm Thomas Fiege / CC BY-SA 3.0

Das Stadtarchiv lädt am Dienstag, 9. Dezember, um 18 Uhr zu einem Vortrag über die sogenannte Heidenmauer ein. Referent ist der angehende Hydrauliker Peter Aun, der im Rahmen seines Studiums am Fachbereich Wasserbau unterschiedliche Deutungen zu dem römischen Bauwerk vorstellen will. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage, ob die Mauer der Verteidigung diente oder Bestandteil einer Wasserversorgung war.

Historischer Kontext

Die Heidenmauer liegt in der römischen Siedlung Aquae Mattiacorum, die auf dem Gebiet der heutigen Stadt Wiesbaden entstand. Für Aun war während des Studiums ein Satz besonders prägend: Das Beste aber ist das Wasser. Dieses Zitat des griechischen Dichters Pindar verweist auf die Bedeutung von Wasser in antiken Städten. Die Römer errichteten an vielen Orten komplexe Anlagen zur Versorgung mit Wasser, was auch bei Ausgrabungen in und um Aquae Mattiacorum Anlass zur Interpretation gibt.

Ungeklärte Funktion der Heidenmauer

Die Funktion der Heidenmauer ist wissenschaftlich umstritten. Einige Forscher interpretieren das Bauwerk als Teil einer Befestigungsanlage, andere sehen Indizien für eine Nutzung im Zusammenhang mit der Wasserversorgung. In seinem Vortrag will Aun verschiedene Ansätze und Befunde vorstellen und die Argumente gegeneinander abwägen. Ziel ist es, die zur Verfügung stehenden archäologischen und bautechnischen Hinweise systematisch zu betrachten, ohne bereits eine abschließende Deutung zu beanspruchen.

Vortrag und Organisatorisches

Der Vortrag findet im Stadtarchiv, Im Rad 42, statt. Um Anmeldung wird gebeten unter veranstaltung-stadtarchiv@wiesbaden.de.

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