
Die Stadt Eltville am Rhein hat das denkmalgeschützte Geländer am Rheinufer gegenüber dem Biedermeierbeet vollständig erneuert. Ziel der Maßnahme war es, die charakteristische Optik des Bestands zu erhalten und gleichzeitig aktuelle Sicherheits- und Statikvorgaben umzusetzen. An dem Projekt waren die Eltviller StadtWerke, der Metallbaubetrieb Metallbau Schmidt und die zuständige Denkmalbehörde beteiligt.
Restaurierung und Neuanfertigung
Bei der Demontage stellte sich heraus, dass nur vier der vorhandenen Pfosten restaurierbar waren. Ein erhaltenes Originalteil wurde exakt vermessen und als Vorlage genutzt. Auf dieser Grundlage fertigten Metallbau Schmidt und die StadtWerke einen originalgetreuen Nachbau: Jeder rekonstruiert Pfosten besteht aus 14 einzelnen Bauteilen und wurde mit moderner Metallbautechnik und einem präzisen Laserschweißverfahren hergestellt.
Sicherheitsanforderungen und Vermessung
Die neue Geländerfüllung orientiert sich optisch am historischen Bestand. Zur Erfüllung heutiger Sicherheitsanforderungen wurde ein dezent gehaltenes Edelstahlnetz eingesetzt. Grundlage für die Planung und Anpassung an die Ufergeometrie war eine vollständige Laserscan-Erfassung des Geländebereichs, die die statische und gestalterische Umsetzung unterstützte.
Ablauf und Stellungnahmen
Die Erneuerung erfolgte in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Die Stadt betont, dass das Vorgehen darauf abzielte, so viele Originalteile wie möglich zu erhalten. Bürgermeister Patrick Kunkel erklärte, die Maßnahme verbinde historischen Charakter und moderne Sicherheit. Die Stadt nennt den 17. Dezember 2025 als Datum der Fertigstellung der Arbeiten.

